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A mon sujet
Der Weg
Ich gestehe: eine künstlerisch-akademische Laufbahn habe ich nicht. Hätte ich gern – das war schon immer mein Herzenswunsch und, wie ich heute feststelle, ein tiefes Bedürfnis. Aber wie das so ist: Respekt vor der „brotlosen“ Kunst, Frust nach einer erfolglosen Bewerbung an der Hochschule für Gestaltung, Zweifel an der Begabung – und also schließlich resigniert einen anderen Weg eingeschlagen. Der war verschlungen und nicht sehr zielgerichtet. Er endete als Projektleiterin in einer öffentlich-rechtlichen Internet-Agentur, war lukrativ, quasi verbeamtet und in höchstem Maße frustrierend.
Im Frühsommer 2006 dann der Big Bang: Ende des Arbeitsverhältnisses, Auseinandersetzungen vor Gericht, Zweifel an der Zukunft. Im Nachhinein war es eine glückliche Fügung: Endlich tue ich das, was ich will und was ich kann.
Das Material, das ich nach langem Suchen und Experimentieren gefunden habe: Mosaik. Glas, Keramik, Porzellan, Stein, andere „Abfälle“ – und Fotografien. Die Verbindung dieses modernen, eher flüchtigen Mediums mit dem traditionellen, „soliden“ Material des Mosaiks finde ich spannend. Ich verwende Motive aus meinem Alltag – meist Fotos, die eher unscharf/zufällig/fragmentarisch und auf den ersten Blick nichtssagend sind. Es ist Ausschussware, die ich zwischen den eigentlichen Motiven und Schnappschüssen der fotografierten Situationen finde. Diese werden aufgewertet und gewürdigt, indem ich sie mit Mosaik-Material fixiere. Neben den Fotoobjekten finden sich einige eher klassische Mosaikarbeiten, die dennoch eindeutig Zeugen des 21. Jahrhunderts sind.
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