Profil de Seidentraeume
A mon sujet
Wie ich zu meinen Tüchern gekommen bin?
Ich habe noch zu DDR-Zeiten "Facharbeiter für Textiltechnik" gelernt und seitdem haben mich Fasern und Stoffe nicht losgelassen.
Also, wen es interessiert, hier eine kleine Faserkunde.
Erst einmal müsst Ihr Naturfasern und Chemiefasern unterscheiden. Naturfasern sind entweder pflanzlichen (z.B. Baumwolle, Leinen) oder tierischen Ursprungs (z.B. Wolle, Seide). Chemiefasern haben Erdöl als Grundlage. Ein "Zwitter" ist z.B. Viskose, die zwar chemisch hergestellt wird, deren Grundlage jedoch Zellulose ist (also quasi zermatschte Bäume). Vom Tragekomfort und den Trageeigenschaften sind für mich Naturstoffe und Viskosestoffe am besten, weshalb ich nur Tücher aus Seide, Viskose, Mischungen aus beiden und Wolle anbiete. Baumwolle ist mir für Tücher zu knitteranfällig, wer will schon nach jedem Tragen bügeln?
Für die Qualität eines Stoffes gibt es viele Kriterien:
- Fähigkeit zur Wasseraufnahme (sprich: Schweiß) und Abgabe nach außen
Das ist der Riesenvorteil von Natur gegenüber Chemie. Tragekomfort entsteht durch die Aufnahme von Schweiß (ohne dass der Stoff sich naß anfühlt) und die Weiterleitung nach außen. Bei der Aufnahme sind Baumwolle (80% des Gewichts), Seide und Wolle (30% des Gewichts) wahre Meister. Baumwolle allerdings braucht lange, um die Feuchtigkeit wieder abzugeben.
- Länge der Fasern
Je länger die Fasern, desto glatter der Faden. Ein glatter Faden ist schmutzabweisend und erzeugt einen glänzenden Stoff. Kurze Fasern ergeben einen kuscheligen Stoff ohne Glanz.
- Elastizität der Fasern
Je elastischer die Faser, desto weniger knitteranfällig ist der Stoff. Hier punkten Wolle und Seide, aber auch alle Chemiefasern. Baumwolle und vor allem Leinen sind sehr knitteranfällig.
Aufgrund ihrer (Trage-)Eigenschaften ist Seide für Schals und Tücher der ideale Stoff. Seide zeichnet sich durch ihren Glanz und ihre hohe Festigkeit aus und wirkt isolierend gegen Kälte und Wärme. Sie kann bis zu einem Drittel ihres Gewichtes an Wasser einlagern. Seide neigt wenig zum Knittern und nimmt kaum Staub und Schmutz an, mag aber nicht lang in der Sonne liegen (Ausbleichen) und nicht gerubbelt werden. Auf Seidenstoffen werden besonders brillante Farben erzielt.
Natürlich ist Seide nicht gleich Seide. Deshalb hier noch eine kleine Seidenkunde.
Haspelseide ist die teuerste und qualitativ hochwertigste Seide (da Qualität sich wiegesagt nach der Länge der Fasern richtet). Haspelseide ist der einzige natürlich Faden, der nicht gesponnen werden muss - das hat in diesem Fall die Natur in Form der Seidenraupe bereits erledigt. Infolgedessen ist der Haspelseidenfaden sehr fein und glatt, so dass herrlich glänzende Stoffe entstehen, die schmutzabweisend sind. Haspelseide zieht leicht Fäden.
Bouretteseide sind die kürzeren Seidenfasern, die zu Beginn und zum Ende des Abhaspelns anfallen. Diese Fasern haben meist eine sehr ungleichmäßige Struktur mit dickeren und dünneren Stellen. Aus diesen Fasern muss ein Faden gesponnen (d.h. aus kurzen Fasern ein langer Faden gedreht) werden. Diese Fäden und die daraus hergestellten Stoffe haben nur einen matten Glanz, nicht den typischen seidigen Griff, sondern sind eher kuschelig.
Für meine speziellen DaWanda Tücher verwende ich am liebsten Bouretteseide, weil sie durch die "knotige" Struktur einen interessanten Charakter bekommt. Auch Kombinationen aus verschiedenen Seidenarten, z.B. mit hauchzartem Chiffon finde ich interessant. Bei den Wintertüchern aus dickeren Stoffen dürfen es auch Pailletten und Glitzersteine sein.
Für alle meine "Süchtlinge": Ihr zahlt nur einmal Versandkosten, egal, wieviele Tücher Ihr bestellt.
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25 ProduitsHallo, schön, dass Ihr reinschaut! Ich verkaufe hier ausgefallene Schals und Stolen. Jedes Teil ist natürlich ein mit Liebe gemachtes Einzelstück. Die Sch...
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